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| 24. März 2010 BETHESDA KRANKENHAUS BERGEDORF (BKB) |
Neue Oprationsmethode: Das Kniegelenk nach Maß

Das Bethesda Krankenhaus Bergedorf (BKB) führt auch in diesem Jahr Patientenseminare für Betroffene und Interessierte jeden Alters durch. Schwerpunkt der nächsten Veranstaltung, am 29.03.10 und 01.04.10 im BKB am Glindersweg 80, ist das Thema „Arthrose des Kniegelenkes — und was dann?“. Die Veranstaltungen beginnt um 17:00 Uhr im Konferenzraum 1 des Krankenhauses. Gemeinsam mit dem Leitenden Arzt der Klinik für Chirurgie am BKB, Professor Dr. Marco Sailer, informiert Oberarzt Dr. Gerhard Dost über den Verlauf der Arthrose, über deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
 |   v.l.: Dr. Gerhard Dost, Ltd. Oberarzt der Klinik für Chirurgie am BKB und Professor Dr. Marco Sailer, Leitender Arzt der Klinik für Chirurgie am BKB
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"Nicht jede Arthrose muss mit einer Endoprothese versorgt werden, ein Ziel ist es, das natürliche Gelenk möglichst lange zu erhalten", erläutert Prof. Sailer. Die Spezialisten des BKB arbeiten mit den neusten Methoden. Hierzu gehören beispielsweise gezüchteter Knorpelersatz, Achsenkorrekturen, der teilweise oder komplette Ersatz des Kniegelenkes. "Unser modernstes Highlight ist die Prothese nach Maß", so Dr. Dost. Diese modernen "anatomischen Prothesen" lehnen sich dabei eng an die Vorgaben menschlicher Gelenke.
Im Prinzip wird die "Konfektionsware", welche bisher den aktuellen Stand des medizinischen Wissens darstellte, durch eine neue Methode der "Maßanfertigung" abgelöst. Die bisherigen Kniegelenkprothesen beispielsweise, variieren nur in der Größe. Das bedeutet, dass der Knochen an Unter- und Oberschenkel so lange angepasst werden muss, bis das Implantat eingesetzt werden kann. Die neuen Prothesen werden dagegen dem Knochen vollständig nachempfunden. Dies hat den Vorteil, dass vielfach lediglich der defekte Knorpel entfernt werden muss.
"Diese Prothesen bieten ein besseres Roll- und Gleitverhalten", so Dr. Dost. Die damit einhergehende verbesserte Beweglichkeit vermindert den Abrieb und bewirkt eine längere Einsatzfähigkeit der künstlichen Gelenke. "Grundsätzlich wollen wir die Funktion des Gelenkes erhalten und seinen Soll-Zustand wieder herstellen. Gerade am Knie können für zahlreiche Arten von Schädigungen der Gelenkflächen, Menisken und Bänder überwiegend arthroskopische Eingriffe angewendet werden", erklärt Dr. Dost, der auch in dem Forscherteam "Studiengruppe lmplantologie" arbeitet.
In Deutschland werden jährlich rund 170.000 Defekte im Bereich der Kniegelenke diagnostiziert sowie 130.000 Arthroskopien (Gelenkspiegelungen) durchgeführt. Bemerkenswert ist die wachsende Zahl jüngerer Menschen, die davon betroffen ist. Schädigungen an den Knien gehören zu den häufigsten orthopädischen Beschwerden. Grund sind Gelenkknorpel-Defekte, die zur Entstehung von Arthrose führen können. Die häufigste Arthroseform betrifft das Knie. Die Ursachen dafür entstehen unter anderem durch ständige Überbelastung des Knies wie etwa durch Leistungssport, Übergewicht und Fehlstellungen bei X- und O-Beinen. Rauchen und Übergewicht können ebenso zur Arthrose beitragen wie auch Diabetes. Arthrose verursacht unter anderem 45 Prozent aller Rehabilitationsmaßnahmen und 30 Prozent der Frühverrentungen. Das BKB führt seit 1986 arthroskopische Operationen durch und bietet für Knie- und Hüftgelenke alle Versorgungsvarianten bis hin zu Endoprothesen.
Kontakt und Rückfragen Andreas Rasche Leiter Marketing & Öffentlichkeitsarbeit T (040) 725 54 –1050 F (040) 725 54 –1052 E rasche@bakb.net Internet www.klinik-bergedorf.de
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