Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand

Ausbildung von Allgemeinmedizinern wird verbessert, um Facharztmangel entgegen zu wirken

Krankenhaus und niedergelassene Ärzte in Wilhelmsburg und Rothenburgsort gründen Weiterbildungsverbund


Heute wurde im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand der Vertrag für den Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Wilhelmsburg/Rothenburgsort geschlossen. Es ist der vierte Verbund dieser Art in Hamburg. Beteiligt sind das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand, die Arztpraxen Dr. Gerhard Schulze, Dr. Petra Köster-Meyer und Alexandra Rogoll in Wilhelmsburg sowie Dr. Tilman Drobik aus Rothenburgsort und die bei der Ärztekammer Hamburg angesiedelte Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin.

„Mit den Verbünden können junge Ärzte ihre fünfjährige Weiterbildungszeit zum Allgemeinmediziner flexibel und sicher planen, sie haben einfach mehr Möglichkeiten“, sagt Monika Mangiapane, Leiterin der Koordinierungsstelle. Vom ersten Tag bis zur Zulassung zur Facharztprüfung ist eine qualitativ hochwertige und angemessen bezahlte Weiterbildung garantiert. Dabei rotieren die Assistenzärzte zwischen Krankenhaus und Arztpraxis, um möglichst vielfältige praktische Erfahrungen zu sammeln.

Das Ziel dieser vertraglich abgesicherten Unterstützung ist es, langfristig mehr Ärzte für die Allgemeinmedizin zu begeistern und so die Patientenversorgung zu verbessern. Denn schon seit einiger Zeit haben Hausärzte, die ihre Praxis aus Altersgründen aufgeben müssen, Schwierigkeiten Nachfolger zu finden – besonders in ländlichen Gegenden, aber beispielsweise auch in Wilhelmsburg.

„Deshalb engagieren wir uns gern in der Weiterbildung für Allgemeinmedizin“, so Dr. Ulrich Mai, Chefarzt der Inneren Medizin im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand und einer der drei Weiterbildungsbefugten der Klinik, „zumal dadurch auch die Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten intensiviert wird“. Davon profitieren letztendlich auch die Patienten.

Informationen über das Krankenhaus:
Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Die Zahl der stationären Betten beträgt 205, zusätzlich gibt es 20 Tagesklinische Behandlungsplätze in der Geriatrie. Folgende Abteilungen sind in der Klinik vertreten: 

-  Die Abteilung für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Kardiologie, Gastroenterologie, Palliativmedizin und dem Adipositaszentrum für Menschen mit Übergewicht
-  Die Abteilung für Chirurgie, vorrangig mit den Schwerpunkten Gelenkchirurgie, Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenkes, Gallenwegs- und Darmchirurgie sowie Schilddrüsenchirurgie und dem Hernienzentrum
-  Das Geriatriezentrum mit der Abteilung Akutgeriatrie und Geriatrische Frührehabilitation
-  Die Sektion Neurologische Frührehabilitation
-  Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin mit einer hochfrequentierten Intensivstation

Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand nimmt rund um die Uhr an der Not- und Unfallversorgung teil und bietet eine Frührehabilitation mit neurologischem Schwerpunkt an. Zur besonderen medizinischen Versorgung von Seeleuten im Hamburger Hafen gibt es in den Räumlichkeiten der Klinik eine externe Seemannsambulanz. Träger des Krankenhauses ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.

Kontakt:
Dr. Jens Göring
Kaufmännischer Direktor
Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand
Groß-Sand 3, 21107 Hamburg
Tel. 040. 75 205-332, Fax 040. 75 205-200
www.gross-sand.de