Albertinen-Krankenhaus

Erstes Hamburger Krankenhaus als Endometriose-Zentrum zertifiziert

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen ist erfolgreich als Endometriosezentrum der Stufe II zertifiziert worden. Das Albertinen-Krankenhaus ist die erste Klinik überhaupt in der Hansestadt, die dieses Zertifikat erhält.

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen ist erfolgreich als Endometriosezentrum der Stufe II zertifiziert worden. Das Albertinen-Krankenhaus ist die erste Klinik überhaupt in der Hansestadt, die dieses Zertifikat erhält. Sie erfüllt damit hinsichtlich Struktur- und Prozessqualität die strengen Vorgaben der Stiftung Endometriose Forschung, der Europäischen Endometriose Liga sowie der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V., die das Zertifikat verleihen. Überprüft wurden u.a. die Ausstattung der Klinik, die Abläufe, die Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb des Zentrums, die wissenschaftliche Aktivität und die Angebote an Fortbildungsveranstaltungen. Das Zertifikat wird dem Direktor der Albertinen-Frauenkliniken und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Ingo von Leffern, am Freitag im Rahmen eines gynäkologischen Fachsymposiums im Albertinen-Krankenhaus durch Prof. Dr. Dr. h.c. K.-W. Schweppe, Vorstand in der Stiftung Endometriose-Forschung, überreicht.


Stichwort „Endometriose“:

Endometriose ist eine häufige Erkrankung von Frauen im zeugungsfähigen Alter, die sich häufig als Regelschmerz äußert. Allein in Deutschland leiden nach Angaben der Europäischen Endometriose Liga etwa sechs Millionen Frauen an Endometriose, oftmals, ohne es zu wissen. Durchschnittlich vergehen etwa sechs Jahre vom Anfang der Beschwerden bis zur Diagnosestellung.

Es handelt sich bei der Endometriose um eine gutartige Erkrankung, die gleichwohl tückisch ist: Denn sie verursacht nicht allein Schmerzen, sondern ist oftmals auch verantwortlich für einen unerfüllten Kinderwunsch, der bei jeder zweiten erkrankten Frau vorliegt. 

Die Endometriose kann sich immer weiter ausbreiten, wenn nichts dagegen unternommen wird. Aus bislang nicht genau bekannten Gründen bilden sich bei der Endometriose Herde von "versprengter" Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter im kleinen Becken, wodurch es je nach Lage und Ausprägung der Herde zu starken Schmerzen und anderen Beschwerden kommen kann. Deshalb sollte jeder neu aufgetretene Regelschmerz unbedingt gynäkologisch abgeklärt werden - in 70 – 80 % der Fälle liegt eine Endometriose zugrunde.

Oftmals hilft nur eine Operation, um die Beschwerden zu lindern. Diese wird zumeist per Laparoskopie durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine sehr effektive und zugleich für die Patientin sehr schonende minimalinvasive Operationsmethode. Diese Operationen sind anspruchsvoll und setzen eine große Erfahrung voraus, weshalb die betroffenen Frauen zunehmend in Endometriose-Zentren operiert werden.