Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf

Leben mit Epilepsie: Mit guter Behandlung sind viele Betroffene beschwerdefrei – doch Vorurteile belasten Alltag

Am 27. März informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Epilepsiezentrums Hamburg am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf, Vertreter der Hamburger Epilepsie-Selbsthilfe und der Epilepsieberatungsstelle AufZack anlässlich des Purple Day Marktbesucher und Passanten auf dem Alsterdorfer Markt über Epilepsie.

Epilepsie ist eine chronische Krankheit, rund einer von 100 Menschen ist betroffen. Damit zählt Epilepsie zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Gut diagnostiziert und behandelt ist für die meisten Betroffenen ein weitgehend beschwerdefreier Alltag möglich. Sie leben selbständig und selbstbestimmt und können z.B. einer Arbeit nachgehen. Junge Frauen mit Epilepsie können ihren Kinderwunsch bei guter medizinischer Betreuung während der Schwangerschaft trotz der Erkrankung erfüllen.

Allerdings stoßen Menschen mit Epilepsie häufig auf Vorurteile und Ablehnung. Erwachsene Patienten mit Epilepsie sind zwei- bis dreimal häufiger arbeitslos, weil viele Arbeitgeber nicht wissen, welche Tätigkeiten sie ausführen können und dürfen. Aus diesem  Anlass informieren weltweit neben Expertinnen und Experten auch Betroffene und Angehörige am sogenannten Purple Day über die Erkrankung, ihre Behandlung und den Umgang mit Menschen mit Epilepsie.

In Hamburg werden morgen (27.3.) auf dem Alsterdorfer Markt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Epilepsiezentrums Hamburg am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf, Vertreter der Hamburger Epilepsie-Selbsthilfe und der Epilepsieberatungsstelle AufZack die Marktbesucher und Passanten informieren.


Der Purple Day wurde 2008 von der damals neunjährigen Kanadierin Cassidy Megan, selbst Epilepsie-Patientin, ins Leben gerufen. „Ich wünsche mir, dass Menschen mit Epilepsie wissen, dass sie nicht alleine sind“, beschreibt sie ihre Motivation. Die Farbe Lila (Purple) steht u.a. für die Krankheit.

In Deutschland leben rund 800.000 Menschen mit einer Epilepsie. Die Krankheit beginnt häufig im Kindes- und Jugendalter auf, zunehmend tritt sie aber auch in höherem Lebensalter auf, zum Beispiel nach einem Schlaganfall.

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf
Das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf gehört zu den medizinischen Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus. Darüber hinaus erfüllt es einen besonderen Auftrag für die fachmedizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Behinderungen. Mit dem Epilepsie-Zentrum in Kooperation mit dem UKE sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Entwicklung zum Demenzsensiblen Krankenhaus hat es sich überregional einen Namen gemacht.

Kontakt
Medizinische Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Marion Förster
Telefon 0 40.50 77 39 65
Mobil 0173-2481942
m.foerster(at)alsterdorf.de