Albertinen-Diakoniewerk

Prof. Dr. Fokko ter Haseborg feierlich in den Ruhestand verabschiedet – Matthias Scheller übernimmt Vorstandsvorsitz im September

Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerks seit 1996, ist an seinem heutigen 65. Geburtstag mit einem Festakt feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Über 400 hochrangige Gäste aus Politik, Kirche und Diakonie, Gesundheitswirtschaft und weiteren Institutionen waren in die Kirche am Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen gekommen, um dem Jubilar ihre Glückwünsche und die besten Wünsche für die Zukunft auszudrücken. Nachfolger im Amt des Vorstandsvorsitzenden wird ab September Matthias Scheller

Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerks seit 1996, ist an seinem heutigen 65. Geburtstag mit einem Festakt feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Über 400 hochrangige Gäste aus Politik, Kirche und Diakonie, Gesundheitswirtschaft und weiteren Institutionen waren in die Kirche am Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen gekommen, um dem Jubilar ihre Glückwünsche und die besten Wünsche für die Zukunft auszudrücken; darunter Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, und Dr. Ulrich Wandschneider, Vorsitzender der Asklepios-Konzerngeschäftsführung. Ebenso anwesend war Matthias Scheller, designierter Nachfolger von Professor ter Haseborg im Amt des Vorstandsvorsitzenden. Die Bischöfin des Sprengel Hamburg/Lübeck, Kirsten Fehrs, sprach die Andachtsworte. Vorstand Pastor Dr. Stefan Stiegler moderierte eine Podiumsdiskussion, in der Wegbegleiter den Jubilar würdigten.

Erfolgreiche Wachstumsstrategie

In seiner Laudatio hob Dr. Manfred Radtke, Kuratoriumsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerks, die besonderen Verdienste ter Haseborgs um das freikirchliche Diakoniewerk hervor, das 1907 von der Oberin Albertine Assor in Hamburg-Eimsbüttel gegründet worden war. „Professor ter Haseborg steht für den entschiedenen Aufbruch des Albertinen-Diakoniewerks ins 21. Jahrhundert: Aus dem Krankenhaus am Rande der Stadt formte er einen Diakoniekonzern, den größten konfessionellen Krankenhausträger Hamburgs, einen Leuchtturm für moderne, dem Menschen zugewandte Medizin und Pflege und nicht zuletzt einen der Top 20-Arbeitgeber Hamburgs“. In seine Zeit als Vorstandsvorsitzender falle sowohl die mutige Entscheidung für das Engagement von Albertinen in Volksdorf, wo um das Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus inkl. dem Walddörfer Therapiezentrum, der Residenz am Wiesenkamp und Feierabendhaus sowie dem Diakonie-Hospiz Volksdorf ein für Hamburg einmaliger Gesundheitscampus entstanden sei. Ebenso sei mit der Zentralisierung der Wirtschaftsbetriebe die Voraussetzung für ein gesundes Wachstum gelegt worden. Entstanden sei ein leistungsfähiger Gesundheitsdienstleister mit zahlreichen medizinischen Schwerpunkten nicht allein in der Herz- und Gefäßmedizin, Tumormedizin, Geburtshilfe, Endoprothetik und Altersmedizin, der dreieinhalb mal größer sei als zum Amtsantritt von Professor ter Haseborg. Die diakonische Identität des Unternehmens sei dabei auf besondere Weise gewahrt worden.
Nicht zuletzt habe ter Haseborg mit der Realisierung zahlreicher Bauvorhaben die Zukunftsfähigkeit von Albertinen gesichert. „Dieses gilt insbesondere für den 2014 in Betrieb genommenen Funktionstrakt des Albertinen-Krankenhauses, aber auch für die jüngst eingeweihten Erweiterungsbauten sowie die Modernisierungen im Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus,“ so Radtke weiter. Abschließend würdigte der Kuratoriumsvorsitzende das diakonische Engagement ter Haseborgs, das etwa in seinem Einsatz für das erste Hamburger Hospiz in christlicher Trägerschaft sowie das Projekt „Herzbrücke“ der Albertinen-Stiftung zum Ausdruck komme. In besonderer Anerkennung der Verdienste um das Albertinen-Diakoniewerk und Zeichen der Dankbarkeit verlieh Dr. Radtke dem Jubilar im Namen des Kuratoriums die Würde eines Ehrenkurators auf Lebenszeit.

Wichtiger gesundheitspolitischer Akteur der Krankenhäuser

Hamburgs Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks, würdigte in ihrem Grußwort das gesundheitspolitische Wirken Professor ter Haseborgs: „Professor ter Haseborg hat in seiner langjährigen Tätigkeit für das Albertinen-Diakoniewerk die Krankenhauslandschaft unserer Stadt nachdrücklich geprägt. Durch sein Eintreten für die Interessen der Krankenhäuser – auch im Rahmen seines Engagements für den Verband der Freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg und die Hamburgische Krankenhausgesellschaft – hat er der gesundheitspolitischen Debatte in unserer Stadt wichtige Impulse gegeben“. Dr. Torsten Sevecke, Bezirksamtsleiter des Bezirks Eimsbüttel, sagte: „Ich bin froh, dass wir mit Albertinen einen kompetenten und breit aufgestellten Gesundheitsversorger im Bezirk haben, der zudem zu den größten Arbeitgebern in Eimsbüttel zählt. Dieses ist auch das Verdienst von Professor ter Haseborg, den ich als innovativen Krankenhausmanager und verlässlichen Partner kennen- und schätzengelernt habe."

Der langjährige Präsident und heutige Ehrenpräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Rudolf Kösters, kennt Professor ter Haseborg aus dem Vorstand der Deutschen Krankenhausgesellschaft und betonte: „Professor ter Haseborgs Eintritt in die Leitungsverantwortung für Krankenhäuser ist eine große Bereicherung nicht nur für die Albertinen-Gruppe, sondern für die hamburgische, ja für die gesamte deutsche Krankenhausszene gewesen - kraft seines Intellekts und seiner Persönlichkeit.“

Dank und Zuversicht

Professor ter Haseborg dankte in seiner Erwiderung für die zahlreichen Glückwünsche und die freundlichen und freundschaftlichen Worte. Er sei überaus dankbar für all das, was er an Unterstützung und Wertschätzung bei Albertinen erfahren habe: „Ich habe hier nicht allein mein Wissen, meine Kenntnisse und Erfahrungen einbringen dürfen, sondern konnte  in einem viel umfangreicheren Maße als zuvor meine Persönlichkeit und auch meinen persönlichen christlichen Glauben bei der Arbeit leben.“ Albertinen stehe für ein wunderbares Team: angefangen beim Träger, über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis hin zu den Ehrenamtlichen. Ohne dieses Team wäre die erfolgreiche Entwicklung von Albertinen in den vergangenen rund 19 Jahren nicht möglich gewesen. Den Verhandlungspartnern in Behörden, Krankenkassen und vielen weiteren Institutionen dankte ter Haseborg für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, ein besonderer Dank galt seiner langjährigen Sekretärin Frau Phannavong sowie seiner Frau. Er blicke mit Zuversicht auf die Zukunft von Albertinen, das gut aufgestellt sei und mit Matthias Scheller einen überaus kompetenten und erfahrenen neuen Vorstandsvorsitzenden erhalte.

Von der Spree an die Elbe

Nachfolger im Amt des Vorstandsvorsitzenden des Albertinen-Diakoniewerks wird ab September 2015 der 51jährige Diplomkaufmann und gebürtige Berliner, Matthias Scheller. Derzeit ist Scheller Vorstand der Charité und Direktor des Klinikums der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem größten Universitätsklinikum Europas. In diesen Positionen hat er maßgeblichen Anteil an der wirtschaftlichen Konsolidierung der Charité in den vergangenen Jahren. Zuvor war Scheller in den USA und danach europaweit in führenden Positionen der AgrEvo-Gruppe und Schering AG tätig. Scheller ist verheiratet und hat zwei Kinder. Dr. Radtke: „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, mit Herrn Scheller eine Persönlichkeit mit bundesweiter Reputation als Krankenhausmanager für die Nachfolge von Professor ter Haseborg zu gewinnen.“

Zur Person: Prof. Dr. Fokko ter Haseborg

Professor ter Haseborg wurde am 29. Mai 1950 in Möhlenwarf/Ostfriesland geboren und spielte lange Zeit mit dem Gedanken, ein Studium der Kirchenmusik aufzunehmen. Stattdessen studierte er Mathematik, Informatik und Betriebswirtschaft. 1978 promovierte er sich in Betriebswirtschaftslehre, die Habilitation folgte 1984. Ein Jahr später wurde er zum Professor berufen, Stationen als Lehstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre und Marketing in Bielefeld sowie für Unternehmensführung in Graz (Österreich) schlossen sich an. Von 1990 bis 2000 war ter Haseborg Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing am Institut für Handel und Marketing an der Universität Hamburg – und zugleich dessen Geschäftsführender. Mitglied im Albertinen-Diakoniewerk e.V. ist ter Haseborg seit 1992, drei Jahre später wurde er ins Kuratoriums gewählt und stellvertretender Vorsitzender dieses Gremiums. Im Jahr darauf übernahm ter Haseborg den Vorstandsvorsitz des Albertinen-Diakoniewerkes und fungierte zugleich auch als Geschäftsführender Direktor des Albertinen-Krankenhauses sowie des Albertinen-Hauses. 2003 übernahm er zudem u.a. die Geschäftsführung des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhauses in Volksdorf. Der von ihm 2004 gegründeten Albertinen-Stiftung steht ter Haseborg von Anfang an als Vorstandsvorsitzender vor. Gesundheitspolitisch engagierte sich ter Haseborg seit 2000 abwechselnd als Erster und Zweiter Vorsitzender in der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft sowie als Mitglied im Vorstand der Deutschen Krankenhausgesellschaft als auch als stellvertretender Vorsitzender im Verband der freigemeinnützigen Krankenhäuser Hamburgs.