Albertinen-Krankenhaus

Richtfest Albertinen-Krankenhaus: Neuer Funktionstrakt wird „high tech“ und „high touch“ verbinden

Ein gutes Jahr nach der Grundsteinlegung ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Funktionstrakt am Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen geschafft: Heute wurde im Beisein von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke sowie weiteren rund 400 Gästen die Richtkrone auf das Dach des neuen Gebäudes gesetzt. Polier Harry Fürtig sprach den traditionellen Richtspruch, Pastor Dr. Stefan Stiegler schloss die Zeremonie mit einem Segensgebet.

Ein gutes Jahr nach der Grundsteinlegung ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Funktionstrakt am Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen geschafft: Heute wurde im Beisein von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke sowie weiteren rund 400 Gästen die Richtkrone auf das Dach des neuen Gebäudes gesetzt. Polier Harry Fürtig sprach den traditionellen Richtspruch, Pastor Dr. Stefan Stiegler schloss die Zeremonie mit einem Segensgebet.


Das vierstöckige Gebäude plus Sockelgeschoss hat eine Bruttogrundfläche von knapp 23.000 qm und wird bis Frühjahr 2014 in 680 Räumen insgesamt zehn hochmoderne OP-Säle, die zentrale Intensiveinheit, die neue integrierte Frauen- und Geburtsklinik, das Diagnostikzentrum, die Zentrale Notaufnahme, das Elektive Aufnahmezentrum, die Zentralsterilisation sowie weitere Funktionsbereiche aufnehmen. Für die Fertigstellung des Rohbaus wurden in den vergangenen 14 Monaten 37.000 m² Wand- und Deckenschalung verbaut sowie 12.000 m³ Beton, 1.900 t Bewehrungsstahl und 60 Fertigteilelemente. Die Fassade besteht aus 250 Stück Fensterelementen und durchschnittlich waren im Rohbau 50 Arbeitskräfte tätig. Die Planung des Projekts liegt beim Architekturbüro Henke & Partner, Generalunternehmer ist die BAM-Deutschland. Das Investitionsvolumen für das größte Bauprojekt in der Geschichte des Albertinen-Krankenhauses beträgt rund 75 Mio. EUR., hiervon trägt die Freie und Hansestadt Hamburg 49,5 Mio. EUR. Die restliche Summe übernimmt das Albertinen-Diakoniewerk e.V. als Träger des Krankenhauses.


Lohnende Investitionen
„Dieses Bauprojekt ist ein Beispiel dafür, dass Hamburg weiter auf hohem Niveau in den Gesundheitsstandort investiert“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks in ihrem Grußwort. „Mit dem Bau des Funktionstrakts hat sich das Albertinen-Krankenhaus einer großen Herausforderung gestellt. Umso mehr, da dieser Bau während des laufenden Betriebs bewältigt werden musste.“ Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke betonte die Bedeutung des Bauprojektes für den Standort Eimsbüttel und die Menschen vor Ort: „Das heutige Richtfest beweist, dass das Albertinen-Krankenhaus auch baulich zu den modernsten Kliniken Hamburgs gehören will. Von diesem Zugewinn für die medizinische Versorgung im Bezirk Eimsbüttel und weit über dessen Grenzen hinaus profitieren am Ende vor allen Dingen die Menschen, die auf erstklassige Medizin angewiesen sind. Darum bin ich besonders dankbar für diese Investition in die Gesundheitswirtschaft am Standort Eimsbüttel, die mehr und mehr Gestalt annimmt.“


Dank an Bauleute, Behörden und Mitarbeiter
Professor Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerks, dankte in seiner Ansprache zunächst den am Bau beteiligten Personen, allen voran den Bauleuten, die bei „Wind und Wetter“ eine große Leistung vollbracht hätten. Ebenfalls bedankte sich ter Haseborg bei Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks für die finanzielle Förderung des Neubaus durch die Freie und Hansestadt Hamburg sowie bei Bezirksamtsleiter Dr. Sevecke für die Unterstützung vor Ort durch den Bezirk Eimsbüttel. Ter Haseborg betonte: „Albertinen steht für einen hohen Anspruch an die Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung, aber auch bezüglich der menschlichen Zuwendung. Diesen Weg werden wir auch mit dem Neubau weiter gehen – wir werden ‚high tech‘ und ‚high touch‘ zum Wohle unserer Patienten verbinden.“ Den Mitarbeitern dankte ter Haseborg für ihr großes Engagement, das nicht allein während der Bauphase vorbildlich sei.

Patienten und Mitarbeiter profitieren
Cord Meyer, Hauptgeschäftsführer des Albertinen-Diakoniewerks und Vorsitzender der Baukommission dankte neben den Bauleuten auch dem Geschäftsführer des Albertinen-Krankenhauses, Tobias Schwarz, sowie der Projektgruppe Bau für die geleistete Arbeit. Meyer hob hervor, dass Patienten wie Mitarbeiter durch optimierte Abläufe und kürzere Wege von dem Neubau profitieren würden. „Es entstehen Räume, die nicht nur funktional auf dem allerletzten Stand der Technik sind, sondern auch ein angstfreies Ambiente vermitteln, das Patienten und Mitarbeitende bei uns wohl fühlen lässt. Die neuen Räume ermöglichen uns, unsere innovativen ganzheitlichen Versorgungskonzepte – zum Beispiel das Zentrum für Alterstraumatologie (ZAT) und die Interdisziplinäre Notfall- und Kurzlieger-Aufnahmestation (INKA) zum Wohle der uns anvertrauten Patienten weiter auszubauen“, so Meyer.


Der neue Funktionstrakt wird die Versorgung der Patienten bei gleichzeitig effizienteren Betriebsabläufen weiter verbessern. Zukünftig werden Bereiche, die eng zusammenarbeiten, jeweils auf einer Ebene zusammengefasst. So entsteht im zweiten Obergeschoss ein zentraler OP- und Intensivbereich mit insgesamt neun OP-Sälen sowie einem sog. Hybrid-OP. Dieser kombiniert die Möglichkeiten eines Operationsaales mit den Vorteilen einer Durchleuchtungseinheit wie z.B. im Linksherzkatheter. Auf derselben Ebene werden auch 36 Intensivbetten und zusätzlich sog. fast-track-Betten nach modernsten Standards entstehen. Alle OP-Säle werden über Tageslicht verfügen. Der Intensivbereich wird mit einem sog. Patientendatenmanagementsystem ausgestattet, das durch die Zurverfügungstellung von zahlreichen elektronischen Erleichterungen wie z.B. der elektronischen Fieberkurve oder vereinfachten Dokumentationswerkzeugen eine nochmalige Steigerung der Patientensicherheit gewährleistet.
Weitere Neuerungen betreffen die integrierte Frauen- und Geburtsklinik mit neuen Kreißsälen im ersten Obergeschoss, eine Zentrale Notaufnahme mit unmittelbarer Anbindung an Radiologie und Diagnostik sowie weitere medizinische Funktionen und das Elektive Aufnahmezentrum im Erdgeschoss. Herz- und Gefäßzentrum, die Urologie sowie die Zentral-Sterilisation und Logistikflächen finden ihren Platz im Sockelgeschoss. Wege und Abläufe werden einfacher, schneller und reibungsloser – das ist gut für Patienten, für Mitarbeiter, aber auch für den wirtschaftlichen Betrieb. Hierzu trägt auch ein High-Tech Rohrpostsystem bei:  Mit ihm können alle Dinge, die nicht zu groß sind befördert werden, ohne dass Personal diesen Weg gehen muss. Dies können z.B. Laborproben, Blutkonserven oder Schnellschnitte sein. Der Eingangsbereich der Klinik wird in Form einer Magistrale hell, großzügig und lichtdurchflutet neu gestaltet.