Albertinen-Krankenhaus

Schülerinnen und Schüler üben Reanimation im Rahmen der Woche der Wiederbelebung

Im Rahmen der bundesweiten Woche der Wiederbelebung hatte das Albertinen-Krankenhaus ungewohnten Besuch: Schülerinnen und Schüler des Gesundheit- und Technikprofils der 11. Klasse des Gymnasium Bondenwaldes waren in das Akademische Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg gekommen, um sich dort über Maßnahmen zur Reanimation zu informieren und Übungen durchzuführen. Dr. Ole Riemenschneider, Leitender Oberarzt der Anästhesiologie und Leitender Notarzt des Krankenhauses und sein Team hatten zu dem Termin eingeladen. Sie zeigten sich begeistert von den Schülerinnen und Schüler, die mit großem Engagement bei der Sache waren.

Dr. Riemenschneider: „Hilfe im Notfall zu leisten ist einfach. Man kann dabei keine Fehler machen – außer nichts zu  tun. Denn bei einem Herz-und Kreislaufstillstand ist es für den Patienten überlebenswichtig, dass schnell gehandelt wird. Wenn nach einem Herzstillstand nicht innerhalb von fünf Minuten einfache Maßnahmen – vor allem die Herzdruckmassage - durchgeführt werden, ist ein Überleben des Betroffenen unwahrscheinlich..“

 

Auf 100.000 Einwohner kommen jedes Jahr 50 – 80 Fälle eines Herzstillstandes. Ein plötzlicher Herzstillstand kann dabei jeden jederzeit treffen! Aber in Deutschland kann kaum jemand helfen: Nur 15% der Bundesbürger helfen im Ernstfall – in anderen Ländern ist die Quote weit höher.

 

Dabei kann jeder und jede mit drei Schritten Leben retten: „Prüfen, Rufen, Drücken“, so lautet die Devise: Zunächst wird geprüft, ob die Person ansprechbar ist und normal atmet. Ist dieses nicht der Fall, muss sofort 112 gewählt werden. Danach wird unmittelbar mit der Herzdruckmassage begonnen, wofür der Brustkorb freizumachen ist. Der Ballen der Hand wird hierzu auf die Mitte der Brust gelegt, der Ballen der anderen Hand darüber. Während des Drückens werden die Arme aufrecht gehalten und senkrecht mit den Schultern über dem Druckpunkt eingesetzt, um viel Kraft auszuüben. Das Brustbein wird so ca. 5-6 cm 100 bis 120 mal pro Minute nach unten gedrückt. Der Rhythmus des Songs „Stayin alive“ von den Bee Gees gibt hierzu einen guten Anhaltspunkt für die Druckfrequenz. Die Druckmassage wird beibehalten, bis Hilfe eintrifft.

 

Weitere Information unter: www.einlebenretten.de

 

Der nachfolgende link führt zu einem Foto von der Aktion. Vorne links ist Dr. Ole Riemenschneider zu sehen. Nicht auf dem Bild ist Lehrerin Barbara Heibach.

https://www.albertinen.de/presse/bildmaterial/woche_der_wiederbelebung

 

Kontakt:

Dr. Fabian Peterson
Leiter PR/Unternehmenskommunikation
Albertinen-Diakoniewerk e.V.
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