Albertinen-Stiftung

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Im Rahmen des Projektes „Herzbrücke“ der Hamburger Albertinen-Stiftung sind am 11.September erneut neun schwer herzkranke afghanische Kinder und Jugendliche zwischen sechs und dreizehn Jahren in Hamburg eingetroffen.

Im Rahmen des Projektes „Herzbrücke“ der Hamburger Albertinen-Stiftung sind am 11.September erneut neun schwer herzkranke afghanische Kinder und Jugendliche zwischen sechs und dreizehn Jahren in Hamburg eingetroffen. Nach sechs Monaten organisatorischer Vorbereitungen und Voruntersuchungen durch die Vertrauensärzte der Herzbrücke in Afghanistan hatten die afghanischen Familien ihre kranken Kinder nach Kabul gebracht. Sie werden in den nächsten Wochen im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum des Albertinen-Krankenhauses sowie im Universitären Herzzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf behandelt. Voraussichtlich in zwölf Wochen werden alle Kinder zurück nach Afghanistan fliegen. Während des Aufenthaltes in Deutschland wohnen die Patienten/innen bei deutschen und afghanischen Gastfamilien in und um Hamburg. Seit dem Beginn der Herzbrücke im Jahre 2005 konnte bislang 99 Kinder erfolgreich ein neues Leben geschenkt werden.


Ehemaligen Herzbrücke-Kindern in Afghanistan geht es gut
Der Kinder und Jugendlichen wurden während des Flugs begleitet von vier ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Albertinen-Stiftung, die sich fünf Tage in Kabul aufgehalten haben. Die zwei Ärzte und zwei Intensivpflegekräfte haben dort Vertreter des Ali-Abad-Universitätskrankenhauses gesprochen und auch ehemalige Patienten/innen der Herzbrücke getroffen. Alberto da Silva Correia, ehrenamtlicher Flugbegleiter der Herzbrücke-Patienten/innen und pflegerisch-organisatorischer Leiter der Intensivstationen im Albertinen-Krankenhaus: „Wir haben insgesamt fünf ehemalige Herzbrücke-Kinder und ihre Familien getroffen und sind noch ganz bewegt von den Begegnungen. Den ehemaligen Patienten/innen geht es gut, und es ist eine Freude zu sehen, wie positiv sich die Kinder nicht allein gesundheitlich entwickelt haben. Die meisten von ihnen halten heute noch Kontakt zu den Gasteltern, und viele Gasteltern haben etwa die Kosten für den Schulbesuch übernommen, oft über Jahre.“ Nach wie vor kritisch ist allerdings die medizinische Versorgung herzkranker Kinder in Afghanistan. Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chairman des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie im Albertinen-Krankenhaus und medizinischer Leiter der Herzbrücke: „Zwar können in Kabul mittlerweile Kinder-Herzoperationen im French Medical-Institute for Children durchgeführt werden, doch reicht die Kapazität dort bei weitem nicht aus, um auch nur ansatzweise alle schwer herzkranken afghanischen Kinder und Jugendlichen zu versorgen. Eine medizinische Nothilfe wird auf nicht absehbare Zeit weiter erforderlich ein.“


Erneut afghanischer Arzt zur Fortbildung in Hamburg
Neben der medizinischen Nothilfe engagiert sich die Albertinen-Stiftung über die Herzbrücke auch für die Verbesserung der medizinischen Versorgung vor Ort. So wird bereits im Dezember erneut ein afghanischer Arzt auf Einladung der Albertinen-Stiftung zur Fortbildung nach Hamburg kommen. Rieß: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass uns so viele Kolleginnen und Kollegen und Hamburger Kliniken als Kooperationspartner unterstützen. Hervorheben möchte ich insbesondere das ehrenamtliche Engagement von vielen niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten, ohne die die Herzbrücke nicht funktionieren würde.“


Neuer Kooperationspartner Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren
Die Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V. kooperiert zukünftig mit der Albertinen-Stiftung im Rahmen des Projektes „Herzbrücke“. Sie sammelt bundesweit Spenden und will auch andere Herzzentren über die „Herzbrücke“ informieren. Das betrifft sowohl die mildtätige Hilfe als auch die kollegiale Hilfe zur Selbsthilfe und den Know-how-Transfer zur Verbesserung der medizinischen Versorgung herzkranker Kinder in Afghanistan. Jörg Gattenlöhner, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft: „Angesichts der durchschnittlichen Kosten von 13.000 EUR für den Transport und die Behandlung der Kinder, die trotz des ehrenamtlichen Engagements anfallen, haben wir bereits im Vorfeld um Spenden für die neun Patientinnen und Patienten gebeten. Natürlich würden wir als Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren gerne noch mehr Kindern eine Operation ermöglichen, wenn wir genügend Spenden dafür hätten. Die Listen schwerkranker Kinder, denen in ihrer Heimat nicht geholfen werden kann, sind lang genug - nicht allein in Afghanistan.“ Erst im April seien drei Kinder aus dem Jemen erfolgreich in Deutschland operiert worden.


Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorsitzender der Albertinen-Stiftung, freut sich über das Engagement der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren für die Herzbrücke: „Die Kooperation und der Austausch mit der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren wird die Arbeit der Herzbrücke verbessern und stärken. Ich freue mich, dass die Fördergemeinschaft uns auch darin unterstützt, die kollegiale Hilfe zur Selbsthilfe für die afghanischen Ärzte weiter auszubauen. Für dieses Engagement danke ich Herrn Gattenlöhner, stellvertretend für den Vorstand der Fördergemeinschaft. Mein besonderer Dank im Namen des gesamten Vorstands gilt heute dem ehrenamtlichen Team der Herzbrücke, das sich in den vergangenen Tagen in Kabul aufgehalten hat.“

 

Spendenkonto Herzbrücke:
Kontoinhaber: Albertinen-Stiftung Herzbrücke
Kontonummer: 1144
Bankleitzahl: 25120510
Kreditinstitut: Bank für Sozialwirtschaft

 

Spendenkonto Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V.
Kontonummer: 8124200
Bankleitzahl:: 370205 00
Kreditinstitut: Bank für Sozialwirtschaft