GeriNet Hamburg

Zentren für Altersmedizin bauen Hamburgs Vorreiterrolle aus

In Hamburg wird es zukünftig zwei Zentren für Altersmedizin geben. Eines dieser Zentren ist das geriatrische Netzwerk GeriNet im Verband der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg e. V., DIE FREIEN. Die insgesamt zehn Häuser der beiden Kompetenzzentren erfüllen besondere Qualitätsanforderungen und arbeiten eng mit niedergelassenen Ärzten, Pflege- sowie Rehabilitationseinrichtungen, Selbsthilfegruppen und Hospizen zusammen. Ziel ist es die Behandlung der älteren Bevölkerung weiter zu verbessern.

DIE FREIEN treiben geriatrische Versorgung als Motor voran

 

"Qualität, Innovation und Vernetzung sind die Leitgedanken des Qualitätsverbunds GeriNet, in dem sich sechs Hamburger Geriatrien des Verbands freigemeinnütziger Krankenhäuser Hamburgs zu einem Netzwerk für moderne Altersmedizin zusammengeschlossen haben, um den besonderen Bedürfnissen alter und hochaltriger Patienten noch besser gerecht werden zu können. Alle sechs GeriNet-Häuser haben ihren besonders hohen Qualitätsstandard durch die Zertifizierung nach dem Qualitätssiegel Geriatrie unterstrichen und weisen ihre Prozess- und Ergebnisqualität kontinuierlich nach dem Qualitätssicherungsprogramm Gemidas Pro des Bundesverbands Geriatrie nach. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der BGV einen weiteren, wichtigen Beitrag leisten zu können, dass Hamburg seine Vorreiterstellung in der Versorgung älterer Menschen weiter ausbauen kann", so Ralf Zastrau, Geschäftsführer Albertinen-Krankenhaus/Albertinen Haus und Vorsitzender des Leistungskreises GeriNet Hamburg.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks über die neuen Zentren für Altersmedizin: „Wir bauen damit Hamburgs Vorreiterrolle in der Entwicklung der geriatrischen Versorgung weiter aus. Wir wollen überregional Standards setzen durch die Entwicklung innovativer Behandlungskonzepte, die Zusammenarbeit von ambulanter und stationärer Versorgung und einer besonderen Verpflichtung zu Qualitätssicherung und Transparenz.“
Bereits im Februar 2015 haben sich sechs geriatrische Kliniken des Verbands DIE FREIEN zum Qualitätsverbund GeriNet zusammengeschlossen. Zentrales Ziel des Versorgungsnetzwerkes war und ist es, die Qualität der geriatrischen Versorgung in Hamburg flächendeckend zu sichern und zu verbessern. „GeriNet Hamburg ist wohnortnah, den Menschen zugewandt, einem möglichst hohen Behandlungserfolg verpflichtet und mit allen anderen Versorgungspartnern gut vernetzt“, fasst Priv.-Doz. Dr. Daniel Kopf das Netzwerk für moderne Altersmedizin in freigemeinnütziger Trägerschaft zusammen. Der Chefarzt der Geriatrischen Klinik des Kath. Marienkrankenhauses ist seit Gründung Mitglied des Leitungskreises GeriNet Hamburg.

Mitglieder des GeriNet Hamburg sind das AGAPLESION Diakonie-Klinikum Hamburg, das Albertinen-Krankenhaus / Albertinen-Haus, das Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus, das Bethesda Krankenhaus Bergedorf, das Kath. Marienkrankenhaus sowie das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand. Die Mitgliedseinrichtungen bilden mit aktuell 571 Geriatrie-Betten und 135 Tagesklinik-Plätzen rund 52% der Hamburger geriatrischen Versorgung ab und sind flächendeckend in Hamburg vertreten.
Das Albertinen-Krankenhaus übernimmt die Koordination für das GeriNet im Verband DIE FREIEN, die Asklepios Klinik Nord für die Asklepios-Krankenhäuser. Zu den Aufgaben dieser „Koordinierungshäuser“ gehört es u.a. Netzwerke zu organisieren, Qualitätssicherung und fachliche Weiterentwicklung zu initiieren, Fortbildungen durchzuführen und andere Krankenhäuser ohne Geriatrie zu beraten.
Auf Wunsch sollen die Zentren für Altersmedizin auch für Patientinnen und Patienten anderer Krankenhäuser interdisziplinäre Fallkonferenzen durchführen, Patientenakten bewerten und Behandlungsempfehlungen geben. Sie sollen in Kooperation mit Zahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher Vereinigung Sprechstunden zur Alterszahnheilkunde organisieren, Informationsveranstaltungen für Ärztinnen und Ärzte und Patientinnen und Patienten durchführen und Präventionsprogramme z.B. von Sportvereinen zur Sturzprophylaxe, einbinden. Regelmäßige Qualitätsberichte sollen Auskunft geben über das eingesetzte Personal, die Verlegungsrate in Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationserfolge.

Altersmedizin hat vor dem Hintergrund einer wachsenden Bevölkerungsgruppe eine zunehmende Bedeutung. Krankenhäuser müssen sich auf immer mehr ältere Patientinnen und Patienten einstellen, die oft mehrere chronische Krankheiten gleichzeitig (Multimorbidität) aufweisen. In Hamburg leben derzeit schon rund 90.000 Menschen, die 80 Jahre oder älter sind. Insgesamt hat die Zahl der über 60jährigen Menschen in der Hansestadt mit fast 430.000 schon selbst die Bevölkerungszahl einer Großstadt erreicht. Für ihre medizinische Versorgung hat Hamburg bereits früh Weitblick bewiesen. Als die Geriatrie in Deutschland noch ein exotisches Fachgebiet war, wurde in Hamburg bereits eine entsprechende Spezialklinik für Altersmedizin gegründet.

 

Die Standorte der Zentren für Altersmedizin im Überblick:

Im geriatrischen Netzwerk GeriNet sind dies in

  • Bergedorf, das Bethesda Krankenhaus Bergedorf,
  • in Eimsbüttel (Mitte), das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,
  • auch in Eimsbüttel (Schnelsen, Niendorf, Eidelstedt), das Albertinen-Krankenhaus,
  • in Mitte, das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand,
  • in Nord (Innenstadt), das Katholische Marienkrankenhaus und
  • in Wandsbek (Volksdorf), das Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus.

Weitere Zentren für Altersmedizin sind im Netzwerk der Asklepios Krankenhäuser zusammengefasst:

  • Altona, Asklepios Westklinikum Hamburg
  • Harburg, Asklepios Klinikum Harburg
  • Nord, Asklepios Klinik Nord
  • Wandsbek, Asklepios Klinik Wandsbek